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Initiative „Leben hat Gewicht – gemeinsam gegen den Schlankheitswahn“


Lions engagiert für die Kinder der Stadt


Wenn Tim von Maik den Laster haben will ...


Finn Faustlos und die Gefühle (Rezension)


Método enseña a los niños a ser empáticos desde el jardín


"Faustlos" ist preiswürdig

Im Einzelnen:

  Initiative „Leben hat Gewicht – gemeinsam gegen den Schlankheitswahn“

Bundesministerinnen Schmidt, von der Leyen und Schavan stellen die Initiative „Leben hat Gewicht – gemeinsam gegen den Schlankheitswahn“ in Berlin vor.

  Lions engagiert für die Kinder der Stadt

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  Wenn Tim von Maik den Laster haben will ...

Bilderspiele aus dem Faustlos-Koffer – Rotary Club unterstützt die evangelischen Kindertagesstätten – Kinder lernen gewaltfreies Verhalten

Von Veronique Brüggemann

Heidelberg. Der Rotary Club Heidelberg unterstützt die evangelischen Kindertagesstätten. 26 Erzieherinnen ließen sich im September auf seine Kosten für das Gewaltpräventionsprogramm „Faustlos“ ausbilden – ein Programm, das Kindern beibringen soll, mit ihren Gefühlen gewaltfrei umzugehen. „Ich finde das toll“, sagt Dekanin Marlene Schwöbel, „weil es eine Methode ist, Konflikte zu behandeln und das zahlt sich auf Dauer aus.“ Wie das in der Praxis aussieht, zeigte ein Gruppe der Boxberger Kita. Rotary-Vertreter, Christian Lipinski, war so begeistert, dass er versprach, der Klub werde noch einmal so viele Ausbildungen bezahlen: „Das ist bei uns so gut angekommen, dass wir weitermachen.“ Er deutete jedoch an, dass nicht jeder Träger einen „Faustlos“-Materialkoffer kaufen wollte, aber Ute Kleeßen, die Kindertagesstättenbeauftragte der evangelischen Kirche, habe die Rotarier mit offenen Armen empfangen. „Ich kannte das Programm und wusste auch, dass es gut ist“, deshalb wollte man sich jetzt mit der Besuchsstunde bedanken.

Die Kinder sitzen im Halbkreis um Carola Semmler und den „Faustlos“-Koffer. Sei sind etwas verunsichert, denn heute hocken auch fremde Erwachsene in Anzügen auf den winzigen Stühlen und beobachten sie. Carola Semmler beginnt immer mit dem Kindermutmachlied aus der Kirche. „Wenn einer sagt: Ich mag Dich, ich find Dich ehrlich gut, dann krieg ich eine Gänsehaut und auch ein bisschen Mut.“ Sie klatschen und singen mit, nur einer schaut skeptisch. Die Leiterin spielt zwei Assoziationsspiele mit ihnen. Zuerst sollen sie Sätze vervollständigen, dann betrachten sie ein Bild aus dem Koffer, auf dem zwei Kinder abgebildet sind, eines von ihnen mit einem Spielzeug-Laster. Heute geht es darum, zu erkennen, dass das eigene Handeln Folgen auf die Gefühle anderer hat. „Das sind Tim und Maik“, stellt Carola Semmler die Jungen auf dem Bild vor. „Wenn Tim Maik den Laster wegnimmt, dann ...?“ „Dann ist er traurig“, rufen gleich zwei in die Runde. „Dann heult Maik“, sagt ein Mädchen und „Dann wird der böse“. Das Hauptziel von „Faustlos“ ist, dass die Kinder sich in andere einfühlen und auch eigene Gefühle erkennen und aussprechen lernen. Leiterin Carola Semmler beobachtet, dass die Kinder Vertrauen und Offenheit entwickeln und während der Runde auch aus ihrem eigenen Leben erzählen. „Faustlos“ ist in der Gruppe beliebt, ein Gruppenkind will sogar die Bilder mit nach Hause nehmen. Wieder fragt sie in die Runde: „Wenn Tim jetzt fragt, ob er den Laster mal kurz haben kann, was kann Maik dann sagen?“ Ganz klar, ja. Dann wieder die Frage „Wie geht´s dem Tim dann?“ „Gut, froh.“ Und wie geht es Maik selbst? „Auch gut“, antworten die Kleinen, ein bisschen von sich selbst überrascht. Es sind einfache Botschaften, die „Faustlos“ vermitteln will, auch wenn die Umsetzung schwierig ist. Gleich nach Ende der Lektion kabbeln sich zwei Jungen, nicht böse, sie saßen einfach sehr lagen still.

„Wir merken schon, dass die Kinder eher bereit sind zuzuhören“, antwortet Semmler auf die Frage Lipinskis ob schon erste Erfolge zu sehen seien. 5840 Euro hatte der Klub für Materialkoffer und Ausbildung zur Verfügung gestellt. Der Kinderarzt und Neurologe sagt, er habe sich intensiv mit dem Thema beschäftigt und sei dabei zu dem Schluss gekommen: „Wenn wir überhaupt etwas machen, dann müssen wir im Kindergarten anfangen.“ Das sieht auch Dekanin Schwöbel so: „Je früher man anfängt, desto besser.“ Deswegen soll „Faustlos“ auch in der evangelischen Grundschule, die in Wieblingen entsteht, Bestandteil des Schulalltags sein. Dass die Rotarier auf diese Weise in der Kinderbetreuung mitmischen, sieht sie unproblematisch: „Auch die besten Ideen brauchen Gelder.“

  Finn Faustlos und die Gefühle (Rezension)

Andreas Schick
Erschienen im Eigenverlag
24 Seiten, 19,80 Euro
Bezugsadresse: Heidelberger Präventionszentrum, Keplerstraße 1, 69120 Heidelberg
Finn Faustlos und die Gefühle

Finn Faustlos ist ein aufgeweckter Junge im Alter zwischen ca. vier und sieben Jahren. Anhand von kleinen Begebenheiten durchlebt er eine Reihe von Gefühlen: Freude, Trauer, Wut, Überraschung, Schreck und Ekel und setzt sich mit ihnen auseinander. Ein Entspannungsteil in der Buchmitte lässt ihn in einer Phantasiereise eine Welt voller positiver Sinneswahrnehmungen erleben. „Wie seht ihr aus, wenn ihr fröhlich seid?“ Immer wieder wendet sich der Autor direkt an die Kinder und fordert sie auf, die angesprochenen Gefühle aktiv nachzuspüren. Die letzte Seite enthält eine Kopiervorlage zur kreativen Umsetzung der Inhalte. Sechs Gesichter können gefühlsmäßig ausgestaltet werden. In Form eines Schiebebildes wird hier der spielerische Aspekt berücksichtigt.

Der Autor ist Psychologe und Familientherapeut, der sich in die Kinderseele gut einfühlen kann. Sein Buch ist als Ergänzung zum Faustlos-Curriculum, einem Lehrgang zum Aufbau sozialer und emotionaler Kompetenzen, für Kindergarten- und Grundschulkinder gedacht. Entstanden ist ein lebendiges Kinderbuch, geschrieben in kindgerechter, humorvoller Sprache. Die schwungvollen Zeichnungen erweisen sich zugleich als witziger Hingucker. Das Buch fördert ganzheitlich die Entwicklung von Empathie und eignet sich sehr gut sowohl zum Einsatz in Grundschulen und Kindergärten, als auch zur häuslichen Lektüre.

Helga Gutzke, Braunschweig

  Método enseña a los niños a ser empáticos desde el jardín

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  "Faustlos" ist preiswürdig

„Faustlos“ ist preiswürdig
Die Stiftung „Bürger für Lahr“ hat erstmals den Bürgerpreis vergeben

Von unserer Mitarbeiterin Jutta Fichtner

Lahr. Im Herbst 2005 wurde die Idee geboren, in Lahr ein Netzwerk bürgerschaftlichen Engagements zu schaffen, und am 23. Juli 2006 die Stiftung „Bürger für Lahr“ gegründet mit dem Ziel, den Einsatz von Menschen für Menschen hier am Ort zu unterstützen. Ein Bürgerpreis wurde ausgelobt, der am Samstag in einer Feierstunde, umrahmt von Schülern der Musikschule, zum ersten Mal verliehen wurde. Preisträger ist das Projekt „Faustlos“ des Fördervereins der Luisenschule.

Acht Initiativen hatten sich beworben, davon konnten sechs nach den Bestimmungen der Stiftung berücksichtigt werden. Nach sorgfältiger Abwägung und Überprüfung wurde das Projekt „Faustlos“ des Fördervereins der Luisenschule ausgewählt. Die Begründung: Das bundesweit wie auch in Lahr erfolgreich umgesetzte Projekt ziele auf ganzheitliche Entwicklung emotionaler und sozialer Kompetenzen und unterstütze Kinder darin, Impulse zu kontrollieren und den Umgang mit Ärger und Wut faustlos zu erlernen. Der Vorsitzende des Kuratoriums, Klaus Kolberg, erinnerte an den Startschuss eines ehrgeizigen Unternehmens, das das Ziel habe, das Wir-Gefühl zu stärken und Lahr partnerschaftlicher zu machen. Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller drückte seine Freude über den außergewöhnlichen Anlass zu diesem Abend aus, der hoffen lasse, dass der in Lahr seit 750 Jahren lebendige Stiftungsgedanke fortgesetzt werde. Der Anfang sei vielversprechend. Josef Foschepoth, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, wies auf die Bedeutung aller Vereine und Initiativen hin, die tagtäglich wichtige ehrenamtliche Arbeit leisteten, Ideen entwickelten, Zeit und Geld investierten, um das Zusammenleben in der Stadt positiv zu gestalten. „Wir in Lahr brauchen uns, unsere Ideen, Visionen und Kompetenzen. Wir brauchen Menschen, die sich einbringen, und die haben wir, nämlich Sie, die Bürgerinnen und Bürger von und für Lahr“.

Aufgabe und Ziel der Stiftung sei es, Öffentlichkeit herzustellen, Lobbyarbeit für das Ehrenamt zu leisten, Interesse an Problemen zu wecken und diejenigen, die eine Leistung nachfragten und bräuchten, mit denen zusammenzuführen, die sie erbringen wollten und könnten. Seit 1997, dem Gründungsjahr der ersten Bürgerstiftung in Deutschland, hätten über 150 Bürgerstiftungen ihre Arbeit aufgenommen, 10000 Stifter, 32 davon in Lahr, haben 75 Millionen Euro zu Förderzwecken bereitgestellt, 250000 Euro davon in Lahr. Auch wenn Lahr im Bundesdurchschnitt, gemessen am Verhältnis von Stiftungskapital zu Einwohnerzahl, prozentual nicht schlecht dastehe, sei es immer noch viel zu wenig für alle Anforderungen, denn nur die Zinsen dürften ausgegeben werden, das Stiftungskapital müsse unangetastet bleiben. Nach Übergabe der Urkunden an die neuen Zustifter des Jahres, Michael Jürgenmeyer, Anna Maria Dürr und Hans-Karl Dürr, stellten die Vertreter der sechs Bewerber ihre Initiativen vor: Annegret Girerd das Projekt „Faustlos“, Rudolf Krueger-Schirmer „Die Brücke“, Gabriele Schäfer das Bewohnercafé Obdachlosenunterkunft Geroldsecker Vorstadt, Bärbel Lemke und Martin Müllerleile die Lahrer Tafel, Renate Hofsäß den Treffpunkt für Behinderte und Nicht-Behinderte und Axel Gerlach die Bürgerinitiative Bahnhof Lahr. Foschepoth dankte allen Bewerbern für ihr Engagegment und ermutigte zur erneuten Bewerbung im kommenden Jahr.


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