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Kinder sollen erkennen, was andere Menschen fühlen


Gewalt-Präventionsprojekt "Faustlos" fruchtet


Projekt "Faustlos" soll in alle Lahrer Grundschulen

Im Einzelnen:

  Kinder sollen erkennen, was andere Menschen fühlen

FRIEDRICHSHAFEN (lix) "Faustlos Konflikte austragen" - diesen Ansatz unterstützt die Sparkasse Bodensee mit einer Spende von 20000 Euro. Der Verein Kommunale Kriminalprävention Bodensee kauft davon 22 Koffer mit pädagogischem Arbeitsmaterial. Gestern war die Übergabe der Spende in der Sparkasse Bodensee.

14 Schulen im Kreis haben den grauen Koffer mit dem hochwertigen Arbeitsmaterial bereits. Weitere 22 Grundschulen dürfen sich jetzt darauf freuen, wie es bei der gestrigen Spendenübergabe hieß. Der Preis für einen Koffer erscheint hoch, doch beinhaltet er auch die eintägige Ausbildung zweier Lehrer.

Nach der Ausbildung heißt es, das Konzept umzusetzen und das Arbeitsmaterial nicht nur im Regal verstauben zu lassen. Beispielhaft gehe da das Bildungszentrum Markdorf voran. Seit Jahren sei die Arbeit mit dem Faustlos-Koffer fest in den Unterricht installiert, sagte Schulrat Kurt Caspari vom Schulamt Tettnang. Das Konzept Faustlos selbst ist ein Unterrichtsprogramm, um aggressivem Verhalten von Kindern vorzubeugen. Entwickelt wurde es von Professor Manfred Cierpka von der Universität Heidelberg. Ziel ist es unter anderem, die Sozialkompetenzen von Kindern in drei Kernbereichen zu stärken. "So sollen die Kinder erkennen, was ein anderer Mensch fühlt. Sie sollen sich in andere hineindenken und hineinfühlen, um so gefühlsmäßig auf einen anderen Menschen eingehen zu können", schreibt der Verein Kommunale Kriminalprävention Bodensee.

Mittlerweile kommt das Programm "Faustlos" an 8000 Grundschulen und Kindergarteneinrichtung deutschlandweit zum Einsatz. Rund 25000 Lehrer und Erzieherinnen haben an der Fortbildung des Heidelberger Präventionszentrums teilgenommen. Das ist auch notwendig, wie die Statistik der Polizei im Bodenseekreis zeigt. Danach stieg die Kriminalität in einem Jahr um zwölf Prozent. Um so mehr brauche es kriminalpräventive Ansätze, so die Polizei.

  Gewalt-Präventionsprojekt "Faustlos" fruchtet

Verantwortliche ziehen positives Fazit / Über 2500 Kinder erreicht

Von unserem Mitarbeiter Ingo Dachwitz

Delmenhorst. Ganze 29 Kindertagesstätten sowie Grund- und Förderschulen, 1360 Kindergartenkinder, 1440 Schüler und über 40000 Euro Spendengelder. Das ist die Bilanz von „Faustlos“,, dem Anti-Gewalt-Projekt vom Kriminalpräventiven Rat (KPR) und der Stadt – sofern es in Zahlen messbar ist. Gestern informierten im Rathaus Verantwortliche und Ausführende über Daten, Erfahrungen und Visionen. Vor knapp sechs Jahren startete die Aktion, die Kindern schon früh beibringen soll, Gefühle zu erkennen und mit ihnen umzugehen ohne gewalttätig zu werden. Dazu werden Lehrer und Erzieher speziell fortgebildet und mit einem der vielen „Faustlos“-Koffer ausgestatte. Je nach Alter der Kinder befinden sich darin dann entweder „Willi, der wilde Hund“ und die „ruhige Schnecke“ oder Tageslichtprojektor-Bilder, auf denen alltägliche Situationen aus dem Leben der Kleinen abgebildet sind. Spielend und aktiv beteiligt lernen die Kinder, über ihre Gefühle zu reden und Probleme auf anderem Wege als mit der Faust zu lösen. Dabei ist klar, „dass das Leben nicht ohne Konflikte vonstatten geht“,, weiß Polizeidirektor Gerd Schütte, der gleichzeitig der Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Kriminalprävention ist. Es dürfe aber nicht zur Eskalation kommen. Delmenhorst sieht er mit „Faustlos“ auf dem „absolut richtigen Weg“. Und auch die Rückmeldungen der anwesenden Schul- und Kitaleiter machen das deutlich: „Das Klima in unseren Klassen hat sich seit dem Start der Aktion spürbar verbessert“, berichtet beispielsweise Elke Reimann, stellvertretende Leiterin der Parkschule. Günther Werner, Rektor der Grundschule Stickgras, hatte – um den Erfolg von „Faustlos“ deutlich zu machen -, sogar ein Beispiel parat, das er erst vor kurzem erlebte: Im Schulgebäude traf er auf einen weinenden Viertklässler, der von einem jüngeren Schüler gehauen worden war. Aber statt seine Gefühle in Form von Gegengewalt zu zeigen, hatte er sich gezügelt und geweint. Auch das Fazit von Angelika van Ohlen, Geschäftsführerin des KPR, und Rudolf Mattern, dem Leiter des Fachbereichs Jugend, fiel positiv aus. Es sei allerdings Matterns persönlicher Ehrgeiz, das Projekt noch größer zu machen. Geplant ist eine Ausweitung auf Haupt- und Realschulen. Außerdem, so war von vielen Seiten zu hören, müsse man versuchen, die Eltern mehr zu erreichen. Denn wenn das Kind in der Schule lernt, es dürfe nicht prügeln, zuhause aber vielleicht sogar Gewalt erfährt, helfe das gesamte Projekt nichts.

  Projekt "Faustlos" soll in alle Lahrer Grundschulen

Stiftungs-Vorsitzender Foschepoth Gast in der Eichrodtschule

Lahr (BZ). „Faustlos macht Spaß“, skandierten die Drittklässler der Eichrodtschule im Chor, als der Vorsitzende der Stiftung Bürger für Lahr, Josef Foschepoth, bei ihnen einen Besuch machte, um „Faustlos“ einmal hautnah zu erleben. Bereits im dritten Jahr lernen die Jungen und Mädchen in diesem neuen und etwas ungewöhnlichen Unterrichtsfach eigene und fremde Gefühle wahrzunehmen. „Die fühlt sich ausgeschlossen“ beschreibt Amelie die Szene auf einem Bild, auf dem spielende Kinder und ein weiteres am Rand stehendes Mädchen zu sehen sind. Ein typischer Konflikt, der auf allen Seiten Unbehagen auslöst. Cornelia Munding, engagierte „Faustlos-Lehrerin“ der Eichrothschule, versteht es jedoch in dieser Unterrichtsstunde mit ihren Schülerinnen und Schülern diesen Konflikt zu lösen oder Möglichkeiten für eine Lösung zu erarbeiten. Einmal pro Woche steht „Faustlos“ auf dem Stundenplan. „Wir waren die ersten in Lahr, die dieses Projekt gestartet haben“, erklärt Rektorin Maria Hezel-Obermüller nicht ohne Stolz. Sie freut sich, dass nicht nur bei Lehrern, sondern auch bei Eltern diese Idee immer größere Zustimmung findet. Das ist keineswegs selbstverständlich, muss das Projekt doch aus eigenen Mitteln finanziert werden. Das neue Fach ist nämlich nicht Teil des offiziellen Lehrplans, sondern ein freiwilliges Angebot der Schule. „Die Materialien, Folien, Lehrer-Handreichungen sind sehr teuer und können nur aus freiwilligen Beiträgen finanziert werden“, betont Munding. „Aber die Ausgaben lohnen sich, wenn man sieht, welche Fortschritte Kinder machen, um einen faustlosen Umgang mit Wut und Ärger zu erlernen“. Dem konnte Josef Foschepoth nur zustimmen. Besonders beeindruckt war er, wie Kinder lernen, eigenes und fremdes Verhalten zu analysieren und auf den Punkt zu bringen. Davon könnten Erwachsene einiges lernen. Vor allem haben ihn die Begeisterung der Kinder und das große Engagement der Lehrerinnen für „Faustlos“ überzeugt. Jetzt sei es wichtig, dass auch das gesellschaftliche Umfeld in Lahr stärker eingebunden werde. „Faustlos als Imagefaktor für Lahr?“ Keine schlechte Idee, meint Foschepoth. Nachdem 2007 der Förderverein der Luisenschule für dessen Faustlos-Projekt mit dem Bürgerpreis der Stiftung Bürger für Lahr ausgezeichnet worden ist, will die Stiftung sich jetzt verstärkt dafür einsetzen, dass „Faustlos“ an vielen, möglichst allen Lahrer Grundschulen Schule macht, erläutert Josef Foschepoth. Bereits in der nächsten Woche wird in der Schutterlindenbergschule ein erstes Koordinierungsgespräch stattfinden, zu dem die Stiftung Bürger für Lahr alle Lahrer Grundschulen eingeladen hat.


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