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Die Presse über die HPZ-Programme


"Mehr als einfache Prävention"


Projekt "Faustlos" wird weiter gefördert


Studie bescheinigt "Faustlos" Wirksamkeit


Gute Noten für Gewaltvorbeugung


Wenn das Denken immer um das Essen kreist

Im Einzelnen:

  "Mehr als einfache Prävention"

Faustlos-Projekt wurde in einer Studie auf Effektivität untersucht
Von Ingo Dachwitz


Delmenhorst. Eine Erfolgsgeschichte scheint das Projekt Faustlos zu sein - nicht nur in Delmenhorst. Doch wie effektiv ist das Gewalt-Präventionsprogramm wirklich? Die Ergebnisse einer Studie, die diesen Sachverhalt untersucht, stellte im Hanse-Wissenschaftskolleg Andreas Schick vor, Geschäftsführer des Heidelberger Präventionszentrums.

Wie der Vorsitzende der Universitätsgesellschaft, Christian Glaß, einleitend feststellte, kann Delmenhorst auf eine nicht unerhebliche Erfahrung mit dem Faustlos-Programm zurückblicken. Bereits seit 2001 wird es in Delmenhorster Einrichtungen angewendet. Anfangs nur in drei "Brennpunkt-Schulen", inzwischen in zehn Grundschulen sowie 17 Kindertagesstätten und Kindergärten.

Die Grundlage von Faustlos, so erklärt es Schick, dessen Institut die Adaption des Programms aus den USA verantwortet hat, ist die Leitfrage, was aggressiven Kindern fehlt. Die Studien, auf denen das Konzept basiert, würden hier vor allem Mangel an Mitgefühl und Empathie, ein Problem mit der Kontrolle von Impulsen und fehlende Konstruktivität im Umgang mit Ärger aufführen. Und so versuchen die Pädagogen - speziell für den Einsatz von Faustlos geschult -, diese Probleme Stück für Stück mit der ganzen Gruppe spielerisch zu bearbeiten. Dabei helfen Bildmaterial, Rollenspiele und die Handpuppen "Willi" und "Schneck".

Die nun durchgeführte Studie, die auf den Rückmeldungen der Pädagogen basiert, bescheinigt dem Programm durchweg, äußerst positive Veränderungen bei den Kindern hervorgerufen zu haben. "Faustlos hat den Kindern zu mehr emotionaler und verbaler Kompetenz verholfen." Das steht für Schick fest.

Der Knackpunkt der Studie ist allerdings die Einschätzung der Aggressivität. Die Zahlen zeigen, dass es hier bisher wenig Veränderung gibt. Diesbezüglich zuckt auch Schick die Schultern. Andere Studien kämen zu anderen Ergebnissen. Eine mögliche Erklärung sei, dass die Befragung der Pädagogen stattgefunden hat, als die Programme noch nicht beendet waren: "Die konkrete Arbeit gegen Aggressivität kommt im Ablauf logischerweise nach dem Erlernen vom Empathie."

In einem waren sich die meisten Anwesenden allerdings ohnehin einig: "Faustlos ist mehr als nur einfache Gewaltprävention", so Schick. Auch OB Patrick de La Lanne spricht dem Projekt unter Verweis auf die Bluttat von Winnenden seine Zustimmung aus: "Wir sind auf dem richtigen Weg." Und den geht Faustlos in Delmenhorst weiter: 10 000 Euro stehen bereit für die Ausdehnung des Programms auf Hauptschulen.

  Projekt "Faustlos" wird weiter gefördert

Prävention – Befragung von Lehrern und Erziehungskräften – Positive Ergebnisse

Delmenhorst/YB – Aggressives Verhalten von Kindern und Jugendlichen ist an fast allen Schulen und auch Kindergärten nichts ungewöhnliches. Um negativem und impulsivem Verhalten vorzubeugen, setzt Delmenhorst auf Prävention – und das offensichtlich mit Erfolg. Das beim Kriminalpräventiven Rat (KPR) angesiedelte Projekt „Faustlos“, in dessen Rahmen Kinder lernen, mit ihrer Wut umzugehen, läuft bereits seit 2001 und wurde Ende 2008 an 17 Kindergärten und Kindertagesstätten und Grundschulen, der Lessingschule und der Heilpädagogischen Tagesstätte der Arbeiterwohlfahrt angewendet. Nun wollte man Ergebnisse sehen: „Die Stadt muss nachweisen, was sinnvoll ist“, sagte Stadtrat Uwe Gritzka am Donnerstag bei der Auswertung des Projekts. Die Ergebnisse stellte Dr. Andreas Schick vor, Geschäftsführer des Heidelberger Präventionszentrums, welches das Programm entwickelt hat und nun auch mit der Evaluation beauftragt wurde. Befragt wurden Lehr- und Erziehungskräfte. „Es hat sich gezeigt, dass die Kinder jetzt mehr sprechen bevor sie handeln und nachfragen, wenn sie etwas haben möchte“, berichtete Schick. Insgesamt zeigten sich bei allen Kindern positive Effekte in den Bereichen emotionale und verbale Kompetenz, Empathie und Impulskontrolle. 93 Prozent der Befragten würden das Programm weiterempfehlen. Somit steht einer Zukunft und sogar der Ausweitung des Präventionsprogramms „Faustlos“ in Delmenhorst nichts mehr im Wege. „Wir werden das Programm auf jeden Fall weiter fördern“, kündigte Ratsherr Uwe Dähne, ,Vorsitzender des Ausschusses für Jugend, Familie, Senioren und Soziales, an.

  Studie bescheinigt "Faustlos" Wirksamkeit

Programm soll an Hauptschulen eingeführt werden

Mehr Einfühlungsvermögen, kein Anwachsen von Aggressivität. Das bewirkt laut Psychologe Dr. Andreas Schick das Programm „Faustlos“.

Von Jens T. Schmidt

Delmenhorst. Das Programm „Faustlos“, mit dem seit 2001 Kindergarten- und Grundschulkinder in friedlicher Konfliktlösung trainiert werden, ist erfolgreich und kommt bei Kindern und Erziehern gleichermaßen gut an. Das ist das Ergebnis einer Studie von Dr. Andreas Schick vom Heidelberger Präventionszentrum. Das Institut des Psychologen ist allerdings auch der Anbieter des Programms.

„Faustlos“ soll nach mehr als sieben Jahren in Trägerschaft des Kriminalpräventiven Rates (KPR) nun von der Stadt finanziert und an Hauptschulen fortgeführt werden. Dafür sind im Haushalt 2009 10.000 Euro vorgesehen. Bevor die Stadt diese Entscheidung treffen wollte, hatte sie eine Studie in Auftrag gegeben. Die Erfahrungen der Erziehungs- und Lehrkräfte wurden mit Fragebögen ausgewertet.

Laut Dr. Andreas Schick würden jeweils über 90 Prozent der Lehrer und Erzieher „Faustlos“ weiterempfehlen. Die Ergebnisse dokumentierten zudem große Fortschritte der Kinder bei der Fähigkeit zum Mitfühlen, dem Umgang mit Ärger und Wut sowie der Problemlösungskompetenz. Das aggressive Verhalten sei stabil geblieben. „Wenn man nichts tut, steigt es an“, sagte Dr. Schick.

Fachbereichsleiter Rudolf Mattern räumte ein, dass auch aus finanziellen Gründen die Auswertung an den Anbieter vergeben worden sei. Dr. Andreas Schick betonte, eine Studie der Universität Düsseldorf habe „Faustlos“ noch bessere Ergebnisse bestätigt.

  Gute Noten für Gewaltvorbeugung

Studie zu "Faustlos" in Kindergärten und Schulen vorgestellt: Gut neun von zehn Befragten empfehlen es weiter
Von Ute Winsemann

DELMENHORST. "Es bringt was, und es ist unterstützenswert." Dieses Fazit zur Gewaltvorbeugung mit dem Programm "Faustlos" hat Ratsherr Uwe Dähne gestern stellvertretend für seine Kollegen gezogen. Basis der Einschätzung ist eine Studie.

Deren Ergebnisse hatte Andreas Schick bereits am Vortag Vertretern von Politik und Verwaltung vorgestellt und erläuterte sie nun vor der Presse. Hintergrund: Das seit 2001 in Delmenhorster Kindergärten und Grundschulen laufende Programm, das inzwischen flächendeckend ist, soll zum einen in diesem Bereich auf Dauer angeboten und zum anderen zumindest auf einen Teil der weiterführenden Schulen ausgedehnt werden. Vor einer solchen Festlegung habe man sich Sicherheit verschaffen wollen, dass das dafür nötige Geld tatsächlich gut angelegt sei, erläuterte der Leiter des Fachbereichs Soziales, Rudolf Mattern. Nach Schicks Erkenntnissen ist es das. 93 Prozent der insgesamt 128 Befragten, die in Kindergärten oder Schulen mit "Faustlos" arbeiten, würden es weiterempfehlen, nannte er einen beeindruckenden Wert. Bei zwei von drei Hauptzielen, nämlich Einfühlungsvermögen zu entwickeln sowie eigene Impulse zu kontrollieren und in Problemsituationen nach konstruktiven Lösungen zu suchen, hätten die Erzieher und Lehrkräfte deutliche Verbesserungen verzeichnet.

Der dritte Punkt, das aggressive Verhalten, habe sich zwar nach Einschätzung der Erwachsenen in Kindergärten und Schulen kaum verändert. Doch sei daraus nicht unbedingt ein Misserfolg zu schließen, so Schick. Zum einen sei schon vor Abschluss des vollständigen Programms gefragt worden; bei den aufeinander aufbauenden Einheiten liege der Schwerpunkt aber zunächst auf den "Vorläuferkompetenzen" und erst später auf der Gewalt selbst. Zum anderen fehle eine Vergleichsgruppe, so dass nicht klar sei, ob die Gewalt ohne "Faustlos" womöglich noch zugenommen hätte.

Insgesamt solle das Programm ohnehin nicht kurzfristig Verhalten verändern, sondern langfristig sozialverträgliche Haltungen stärken, erklärte Schick. Deshalb stimmten ihn vor allem einige Einzelergebnisse optimistisch: "Die Kinder sprechen mehr, bevor sie handeln", benannte er einen wichtigen Punkt. Dabei gehe es übrigens nicht darum, "Weicheier zu züchten, die sich alles gefallen lassen", trat er falschen Vorstellungen von Gewaltvorbeugung entgegen. Vielmehr sollten die Kinder Selbstbewusstsein entwickeln und lernen, "sich unter Berücksichtigung der Bedürfnisse anderer durchzusetzen" - aber eben "faustlos".

Trotz Urteilen wie "gut anwendbar und für Kinder verständlich" meldeten die Befragten aber auch noch Verbesserungsbedarf an. Darauf soll unter anderem mit zusätzlichem Material, Auffrischungskursen zur Übertragung in den Alltag und der Ausdehnung auf ältere Kinder und Jugendliche reagiert werden. Die Ergebnisse der Studie werden am Montag, 23. März, um 19.30 Uhr im Hanse-Wissenschaftskolleg noch einmal öffentlich vorgestellt.

  Wenn das Denken immer um das Essen kreist

Den Kampf gegen den Schlankheitswahn von jungen Menschen haben jetzt Schuldirektoren gemeinsam mit der BKK Baden-Württemberg aufgenommen.


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