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Eltern sind neben Lehr- bzw. Erziehungskräften die Personen mit dem größten Einfluss auf die sozial-emotionalen Kompetenzen von Kindern. Kinder lernen vor allem durch Nachahmung und „Abkucken“. Die Familienmitglieder und insbesondere die Eltern sind dabei äußerst wichtige Modelle für den kompetenten Umgang mit alltäglichen (Konflikt)Situationen. Um Eltern in ihrer täglichen Erziehungsarbeit zu unterstützen bietet das HPZ deshalb verschiedene Kurse für Eltern und entsprechende Fortbildungen für Erziehungs- und Lehrkräfte an.
Gerade wenn im Kindergarten oder in der Schule das Faustlos-Programm umgesetzt wird, ist es äußerst förderlich, wenn die Kinder auch zuhause auf die dort vermittelten Konzepte und Ideen treffen. Im HPZ-Elternseminar werden deshalb die Kerninhalte dieses Curriculums vermittelt, und die Eltern erfahren, wie sie die faustlosen Kompetenzen ihrer Kinder zuhause gezielter mitfördern können und auch selber davon profitieren. Für Eltern die danach „Appetit auf mehr“ bekommen haben, wurden sieben vertiefende Module zur Ressourcenstärkung und zum Umgang mit anspruchsvollen Erziehungssituationen entwickelt, die in Form 2,5-stündiger Elternabende angeboten werden können. Die entsprechende Fortbildung zum HPZ-Elterntrainer qualifiziert sowohl für die Durchführung des HPZ-Elternseminars als auch der sieben Elternabende.
Elternarbeit stößt häufig dann an Grenzen, wenn der Anteil nicht deutsch sprechender Eltern mit anderen kulturellen Hintergründen besonders groß ist. Für Erziehungs- und Fachkräfte ist es häufig sehr schwierig, diese Zielgruppe zu erreichen und mit ihr über Ziele und Vorgehensweisen in der Kindererziehung ins Gespräch zu kommen. Selbst einfache, aber konstruktive Gespräche zwischen Fachkräften und Eltern sind in vielen Fällen nicht möglich. Dies vor allem dann, wenn Probleme mit dem Kind oder den Eltern der Anlass für das Gespräch sind. Fehlende zeitliche Ressourcen und eine emotional aufgeladene Atmosphäre können dann zum Scheitern der eigentlich gut gemeinten Bemühungen führen. Diese Lücke hat das HPZ nun mit seinem Programm Interkulturelle Elternarbeit geschlossen, das die tradierten Wertvorstellungen verschiedener Kulturen berücksichtigt und an die Sprachkompetenz nicht deutschsprachiger Eltern angepasst ist. Die Fortbildung zur Interkulturellen Elternarbeit qualifiziert zur selbständigen Durchführung dieses Programms.
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